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Im Frühjahr ist das Wetter oft rau und ungemütlich. Zarte Salatpflänzchen und Gemüsesetzlinge würden wechselhafte Bedingungen im Februar und März kaum überstehen. Deshalb schützen Hobbygärtner ihre Pflanzen zu Beginn der Saison durch Glas oder Folie. Die Anzucht ihrer Produkte erfolgt im Gewächshaus oder im Hochbeet, das mit einem speziellen Glas- oder Folienaufbau zum Frühbeet wird. Kommt im Frühbeet wärmender Pferdemist zum Einsatz, nennt sich dieses Beet „warmes Frühbeet“. Im kalten Frühbeet dagegen wird normale Gartenerde verwendet, es schützt aber zuverlässig vor Wind und heftigem Regen. Für die Luftzirkulation muss das Frühbeet regelmässig belüftet werden. Moderne Bausätze haben dafür oft eine technische Vorrichtung, die das Belüften automatisch übernimmt.
Das hängt davon ab, welchem Zweck das Beet dient. Im zeitigen Frühjahr werden hier Jungpflanzen abgehärtet, im Herbst und Winter dient es oft dazu, Wintersalate wachsen zu lassen. Tiefe Temperaturen müssen die Gemüsepflanzen schon aushalten können, ansonsten überleben sie auch in den windgeschützten Beeten nicht. Folgende Pflanzen sind besonders beliebt für die Ausbringung im Mini-Gewächshaus:
Einfache Umrandungen fürs Frühbeet werden oft an Ort und Stelle über dem Beet errichtet. Hier ist lockerer, humoser Gartenboden optimal. Für das Hochbeet und den Pflanz- oder Pikierkasten auf dem Balkon verwendest du besser spezielle Aussaaterde. Ins warme Frühbeet gibst du zuunterst eine Schicht Pferdemist. Darüber folgt eine dickere Schicht Gartenerde, angereichert mit Kompost oder etwas Pflanzenerde. Die Mikroorganismen im Pferdemist beginnen nun zu arbeiten, womit sie Wärme erzeugen. Bis die Erde im Frühbeet warm genug ist, dauert es rund eine Woche. Jetzt kannst du deine Jungpflanzen einsetzen.
Wer sich ein Frühbeet in den Wohngarten, auf den Balkon oder ins Gemüsebeet stellen möchte, hat die Wahl. Es gibt Fertigbausätze fürs Frühbeet. Oder du baust dein Beet selbst. Eine einfache Umrandung aus Holz, mit einer Abdeckung aus Folie, ist auch für handwerklich weniger begabte Hobbygärtner machbar. Anleitungen und Tipps dafür findest du im Netz, oder du hörst dich bei Gartenfreunden aus der Umgebung um. Eine ganz unkomplizierte Variante ist der Folientunnel als Frühbeet. Auch hier bietet der Fachhandel spezielle Produkte und Bausätze. Meist bestehen sie aus einem einfachen Metallgerüst, über das eine mitgelieferte Spezialfolie gezogen wird. Ähnliche Eigenschaften wie die Folie hat übrigens das Frühbeet aus Polycarbonat: Diese Platten sind gleichermassen widerstandsfähig, das Beet selbst lässt sich aber mit deutlich geringerem Aufwand belüften.
Nicht nur Hobbygärtner nutzen das Frühbeet. Besitzer von Schildkröten greifen ebenfalls gern zum Kasten aus Polycarbonat: Sie nutzen ihn als Freilaufgehege für ihre kälteempfindlichen Vierbeiner. Die UV-durchlässigen Materialien sind ideal für die gemütlichen Panzertiere. Wichtig ist hier, dass die optimale Belüftung gewährleistet ist. Heizt sich das falsch belüftete Beet zu sehr auf, besteht Lebensgefahr für die Tiere! Deshalb bist du mit einem speziellen Schildkröten-Frühbeet aus dem Fachhandel am besten beraten. Diese Beete haben auch meist eine praktische Tür in ihrer Umrandung, durch die das Tier an warmen Tagen ins Freie gelassen werden kann.
Fertigbausätze für das Hochbeet haben nicht selten einen Aufsatz, mit dem sie schnell zum Frühbeet aufgerüstet werden können. Zeitgemässe, naturnahe Modelle aus Holz fügen sich optisch ideal in den Wohngarten oder den Wassergarten ein. Natürlich kannst du einen Frühbeet Aufsatz fürs Hochbeet selbst bauen. Die einfachste Variante sind metallene, biegsame Stäbe, die du ins Hochbeet steckst und bogenförmig von einer Seite auf die andere setzt. Darüber wird eine Folie gezogen, schon ist das improvisierte Gewächshaus fertig. An sonnigen Tagen wickelst du die Folie auf und lässt den Pflanzen die lebensnotwendige Frischluft zukommen. Auch alte Fensterscheiben werden mit einem selbst gezimmerten Rahmen zum passenden Aufsatz. Hier ist die Belüftung noch einfacher: Wenn du die Fenster mittels Scharnieren am Hochbeet befestigst, klappst du sie bei Bedarf einfach hoch und steckst mit einem Stab oder Stock einen Belüftungsspalt fest.
Entsprechend dem Gemüse, das du im Garten ziehen möchtest, richtest du die Aussaatzeit aus. Im Frühbeet beginnt der Anbau mehrere Wochen vor dem Start im normalen Gemüsebeet. Welche Gemüsesorten du wann aussäen oder auspflanzen kannst, richtet sich teils nach den regionalen Gegebenheiten. Von Februar bis Oktober reicht die Wachstumszeit im Frühbeet. Hier siehst du die beliebtesten Frühbeet-Pflanzen, nach Pflanzmonaten sortiert, im Überblick:
Kleine, an Wattebäusche erinnernde Tupfen an deinen Garten- und Zimmerpflanzen weisen auf einen gefährlichen Befall hin: Wollläuse, auch Schmierläuse genannt, sind relativ leicht zu entdecken. Allerdings freut sich wohl niemand, die Schädlinge an seinen Pflanzen vorzufinden. Die Pflanzensaft saugenden Tierchen können grossen Schaden anrichten und bei einem starken Befall sogar ein Absterben der betroffenen Gewächse verursachen. Daher ist ein rechtzeitiges Erkennen und Eingreifen wichtig. Rette deine Pflanzen und bekämpfe die Schadinsekten so schnell wie möglich. Wie du das am besten machst, erfährst du in unserem Beitrag mit wertvollen Tipps.
Hochbeete liegen voll im Trend und das hat auch seine Gründe: Die Pflanzen und das Gemüse gedeihen ideal und das lästige Bücken entfällt. Einer der grössten Vorteile ist aber, dass es sich für nahezu jeden Standort eignet. Mit einem Hochbeet erntest du selbst auf einem kleinen Balkon frische Kräuter, Salat und Tomaten. Aber auch in einem grossen Garten ist ein Hochbeet ein Hingucker. Verschiedene Materialien setzen dabei optische Akzente, während innen das Grün spriesst – vorausgesetzt das Hochbeet hat die richtige Befüllung. Hierzu findest du im Folgenden hilfreiche Tipps – und die Ernte in deinem Hochbeet wird ein voller Erfolg!
Spinnmilben gehören zur Ordnung Trombidiformes und in die Familie der Tetranychidae. Die achtbeinigen Spinnentiere kommen weltweit vor und sind vor allem als Schädlinge von Zimmerpflanzen bekannt. Bei trockener Raumluft fühlen sie sich besonders wohl. Die Familie der Spinnmilben umfasst etwa 1.200 Arten. Hunderte von ihnen werden mit bestimmten Pflanzen in Verbindung gebracht. Ein Befall mit den Spinnmilben schwächt die Pflanze, ihre Resistenz gegenüber Krankheiten sinkt. Welche Pflanzenarten besonders gefährdet sind, erfährst du im folgenden Artikel. Ausserdem erhältst du Tipps, wie du Spinnmilben erkennst, was du gegen sie tun kannst und wie du einem Schaden durch die lästigen Winzlinge vorbeugst.
Eine Zierde für jeden Garten, dabei vollkommen anspruchslos – an einer Felsenbirne hast du als Hobbygärtner das ganze Jahr über Freude. Sie gedeiht an fast allen Standorten perfekt und verzaubert dich im Frühjahr mit reizvollen kleinen Sternenblüten, die in traubigen Blütenständen herabhängen. Aber damit nicht genug: Im Juni entwickeln sich daraus dunkelrote bis schwarzbraune Früchte, die nicht nur Vögel zum Fressen gern haben. Auch für den Menschen sind die gesunden, leckeren Früchtchen geniessbar und ein wertvoller Spender von Vitamin C. Ab September erstrahlen dann die Pflanzen in einem leuchtend organgefarbenen Blätterkleid und bringen eine aufregende Herbstfärbung in deinen Garten.
Mit ihrer vollen Blütenpracht, dem frühherbstlichen Beerenschmuck und einem dichten, grünen Blätterwuchs präsentiert sich die Heckenkirsche als pflegeleichter Strauch für jeden Garten. Heckenkirschen, die sich mit vielen anderen Pflanzen kombinieren lassen, sind darüber hinaus eine perfekte Nahrungsquelle für viele Tiere. Alles, was du über die unkomplizierte Pflanzen wissen solltest, wie du sie pflanzt, pflegst und schneidest, erfährst du in unserem Ratgeber ebenso wie und wo die Heckenkirschen besonders gut zur Geltung kommen.
Dass ein Garten ständig Wasser braucht, kann bei steigenden Wasserpreisen ganz schön im Portemonnaie wehtun. Da bietet es sich an, das Regenwasser zu sammeln und für den eigenen Garten zu nutzen. Ein Tank fängt das Regenwasser auf, das sonst nur im Boden versickern würde, und leitet es über eine Pumpe weiter. Das hat verschiedene Vorteile: Nicht nur sparst du etwas Geld, Regenwasser ist ausserdem kalkarm und verträglicher für die Pflanzen als Leitungswasser. Neben dem Garten bietet sich die Verwendung im Haushalt an, etwa für die Waschmaschine oder als Trinkwasser. In diesem Artikel erfährst du, wie du eine Regenwasseranlage aufbaust.